Vorverkauf in Rapperswil:

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«Musik im Schloss» II

Sonntag, 29. November 2015, 17 Uhr
«Musik im Schloss» II

SPARK - Die Klassische Band
"Wild Territories"

"Candybox" – vom neuen Album "Wild Territories"

 

Tickets zu Fr. 50.--: links ins Kästchen klicken oder bei den darunter stehenden Vorverkaufsstellen.
Abendkasse 16:15 Uhr, Türöffnung eine halbe Stunde vor Konzertbeginn.

Mit ihrem neuen Album »Wild Territories« steht Spark, die klassische Band, voll und ganz zu Namen und Programm: Seit nunmehr sieben Jahren mischt das ›Kammermusikensemble‹ die klassische Musikszene auf, dass die Funken sprühen. Dass sie uns dabei mutig neues, wildes Gebiet erschliessen, stellt niemand mehr in Frage. Der Erfolg gibt ihnen recht.

Das wilde, unbekannte Terrain, auf das sich Spark auch mit ihrem dritten Album »Wild Territories« begeben, ist ein musikalischer Mischwald. Barock wird mit Gegenwart gekreuzt, perkussive, energische Rhythmik tut sich mit dem melodiösen Fluss von Minimal Music zusammen. Besonders wild ist diese Mischung, weil die Gründungsinitiative für die Band von den beiden Flötisten Andrea Ritter und Daniel Koschitzki ausging. Und für perkussive Rhythmik ist die Blockflöte erst einmal nicht die stärkste Vertreterin. So fanden sie in Klavier, Cello und Geige die perfekte Ergänzung für ihre Idee.

Mit dem Begriff Post-Klassik lässt sich das, was Spark auf »Wild Territories« tun, am besten verstehen. Wann hätte man schon einmal Beyoncé mit Blockflöte gehört wie im gleichnamigen Stück von Chiel Meijering? Weitere Spark-typische Spielarten sind das Telemann-Konzert alla polacca und das Techno-inspirierte Stück »Encore«. Spielart meint dabei keineswegs verspielt, denn Spark sind höchst virtuos und instrumental gekonnt in ihrem musikalischen Element. Das wilde und vehemente Spiel gebietet Respekt und verbietet sich Lieblichkeit.

Mit den wilden und ungebändigten Kompositionen auf »Wild Territories« geben Spark ihrem neuen Album einen roten Faden und ein Konzept: Das musikalisch Wilde, beziehungsweise die Wildheit des Klanglichen ist ein zeitloses Phänomen. Da es in allen Epochen Ausdruck gefunden hat und Spark die Epochen verbindet, gerät es auf diesem Album sehr entfesselt. Das ungebändigte Gesamtwerk »Wild Territories« reisst den Hörer noch mehr mit, als es die bisherigen Alben taten.

Spark beginnen auf »Wild Territories« zunächst zart und ruhig mit dem »Folk Song« von Kamran Ince. Inces Zyklus, der sich auf Mendelssohns Lieder ohne Worte bezieht, wird von Spark insofern wild gehandhabt, indem die Band ihn kurzerhand in Teile aufspaltet und über das Album verteilt. Um wahrhaftige Wildheit geht es in den drei Sätzen von »Alphadog« des amerikanischen Komponisten Kenji Bunch. Die Stimmen überlagern sich permanent, was den Kampf eines Rudels von Alphatieren widerspiegelt. So raue Gesetze walten sonst in der klassischen Musik nicht, jedenfalls nicht so offensichtlich.

Auch Chiel Meijering beschwört in seinen Kompositionen für Spark »Wild Territories«: Das Ursprüngliche und die Wildnis in »Silver Falls In The Heart Of The Forest« und wilde rhythmische Herausforderungen in »Candybox«, »Beyoncé« und »Cruiser«.

Das neue Album »Wild Territories« von Spark ist kein relaxter Spaziergang zum Runterkommen, sondern garantiert eine wilde Party unter Freunden, die auf ihren klassischen Instrumenten richtig loslegen. Dann mal los!