Vorverkauf in Rapperswil:

Mächler Brillen und
Contactlinsen AG
Rathausstrasse 3-5, Rapperswil, 055 220 72 92

oder Philipp Bachofner
044 780 11 35

«Musik im Schloss» IV

Sonntag, 6. April 2014, 17 Uhr - Grosser Rittersaal, Schloss Rapperswil

Münchner Horntrio

Johannes Dengler, Horn, Markus Wolf, Violine, Julian Riem, Klavier

Charles Koechlin (1867-1950)
4 Stücke für Horntrio

Claude Debussy (1862-1915)
Sonate für Violine und Klavier

Johannes Brahms (1833-1897)
Horn Trio op. 40

Tickets zu Fr. 50.-: links ins Kästchen klicken oder bei den darunter stehenden Vorverkaufsstellen.
Abendkasse 16:15 Uhr, Türöffnung eine halbe Stunde vor Konzertbeginn.

Als das Münchner Horntrio im Konzerthaus Berlin den ECHO KLASSIK-Preis 2012 erhalten hat, ist dem Interviewer vor laufender Kamera genau das passiert, was uns allen auch hätte passieren können: Er ist mit seiner ersten Frage nach den „drei Hörnern“ genau in die Falle getappt. Das „Münchner Horntrio“ besteht nicht aus drei Hornbläsern, sondern aus einem Geiger, einem Pianisten und einem („einzigen“) Hornisten.
Die musiksprachliche Regelung ist wirklich irreführend – es gibt zwar gewiss Kompositionen für drei Hörner, aber der Begriff „Horntrio“ hat sich für die gemischte Besetzung von Horn mit Klavier und Violine etabliert und das bekannteste von allen ist das „Horntrio“ op.40 aus dem Jahre 1865 von Johannes Brahms. Und wer es einmal gehört hat, dem wird der Begriff mit dieser Besetzung für immer in Erinnerung bleiben.
Weswegen aber hat das Ensemble den Preis für seine neueste CD erhalten? Die drei Musiker wurden „nicht nur für ihre technische Virtuosität, die Ausdrucksvielfalt und die musikalische Intensität, die sie mit ihren Instrumenten erzeugen ausgezeichnet, sondern auch für die Konzeption der einmaligen Verbindung alter und neuer Instrumente“. Wenn sie Brahms spielen, verwenden sie Instrumente aus der Zeit der Entstehung des Werks, also aus dem 19. Jahrhundert, wechseln sie zu Koechlin und Debussy, so spielen sie auf modernen Instrumenten. Das ist nicht selbstverständlich, denn gerade beim Hornisten ist es eine Ausnahme, dass er das Naturhorn und das Ventilhorn mit gleicher Perfektion zu blasen imstande ist.

Johannes Dengler ist seit 20 Jahren Solo-Hornist beim Bayerischen Staatsorchester, das zugleich auch die Münchner Oper bespielt. Im gleichen Orchester ist der Geiger Markus Wolf seit vielen Jahren Konzertmeister und unterrichtet an der Hochschule für Musik und Theater München. Er spielt auf einer „Vollrath-Stradivari“-Geige von 1722 und kann sich seit dem Jahr 2000 „Bayerischer Kammervirtuose“ nennen. Der Pianist Julian Riem studierte unter anderem in der Solistenklasse von Rudolf Buchbinder an der Musikakademie Basel und erhielt dort auch das Solistendiplom mit Auszeichnung. Seither ist er sowohl als Kammermusiker, Liedbegleiter und als Solist weltweit tätig. Er wirkt auch seit mehr als 10 Jahren als Lehrer für Korrepetition an der Münchner Hochschule – („korrepetieren“ heisst beim Einstudieren einer Opernrolle am Klavier die Orchesterbegleitung ersetzen).

Jakob Knaus