Vorverkauf in Rapperswil:

Kreuz–Buchhandlung
am Hauptplatz 17
Tel. 055 210 94 17

oder Philipp Bachofner
Tel. 044 780 11 35

«Musik im Schloss» VI

Sonntag, 3. Juni 2012, 17 Uhr - Schloss Rapperswil

Serenade im Schlosshof und das »Diner« im Restaurant Rathaus am Hauptplatz 1

Ania Losinger, Xala
Mats Eser, Perkussion

Urs Bumbacher, Violine
Nicola Romanò, Violoncello


getanzte Klangskulpturen

Tickets zu Fr. 40.-: links ins Kästchen klicken oder bei den darunter stehenden Vorverkaufsstellen.
Abendkasse 16:15 Uhr, Türöffnung eine halbe Stunde vor Konzertbeginn.

GaumenFreuden – nach dem OhrenSchmaus das zum Konzert passende Diner nach der Serenade im Restaurant Rathaus am Hauptplatz 1. Ein Menü inkl. Wein und Kaffee, kreiert von Markus Karle – gemeinsames Geniessen mit den Künstlern und dem Veranstalterpaar Philipp Bachofner und Brita Ostertag

»Diner«: Fr. 85.- pro Person , 3-Gang Menü inkl. Getränke und Kaffee, exkl. Konzerteintritt.

Drauf herumtrippeln, – und wenn’s rhythmisch gerät, dann heisst dies „Tanzen“; und gleich erklingt auch Musik dazu, vom gleichen Rhythmus dominiert. Wo ist denn das Musikinstrument? Der Holzboden klingt und die tanzenden Füsse (Flamenco-Schuhe) sind der Auslöser; ein seit wenigen Jahren markenrechtlich geschütztes Musikinstrument, das den Namen XALA erhalten hat.

Ania Losinger aus Bern (geb. 1970) ist es, welche dieses Bodenxylophon aus Holz- und Metallplatten betanzt und damit zum Klingen bringt: „Als Rhythmikerin und Flamencotänzerin hab ich mich der Faszination, ganzkörperlich am musikalischen Geschehen beteiligt zu sein, voll hingegeben. Der speziell präparierte Holzboden wurde für mich zu einer Membrane; die Flamenco-Schuhe und die damit verbundene Fusstechnik entsprach in vielerlei Hinsicht den Handbewegungen eines Trommlers. Die Idee, gleichzeitig Tänzerin und Musikerin zu sein, gewann mehr und mehr an Bedeutung.“ Der Erbauer dieser Klangeinrichtung, Hamper von Niederhäusern im aargauischen Kaiserstuhl, beschreibt sie noch genauer: Das Xala ist ein Bodenxylophon, mit 24 Klangplatten aus ostafrikanischem Padoukholz, jede zwischen 1,2 und 1,6 Metern lang, und etwa 12 Zentimeter breit. Die Platten sind in einen quadratischen Metallrahmen montiert, und so aufgehängt, dass sie schwingen können.
Die erste gemeinsame Komposition mit Mats Eser entstand im Jahre 2005: „The Five Elements“. Er ist 1964 in Zürich geboren, hat dort studiert und sowohl im Tonhalle- wie auch im Opernorchester als Schlagzeuger gewirkt. Als Mitglied des „ensemble für neue musik zürich“ und Mitbegründer des „Schweizer Schlagzeug Ensembles“ hat er sich einen vielfältigen Wirkungskreis aufgebaut, der sich auf unkoventionelle Formationen und musikalische Konzepte konzentriert. Sogar im Schweizer Kinofilm „Bödälä – Dance the Rhythm“ von Rita Gsell sind Eser und Losinger zu sehen und zu hören. Mit „fú - getanzte Klangskulpturen“ sind sie 2010 an der Expo in Shanghai aufgetreten.

Auch Urs Bumbacher (geb. 1954 in Zürich) hat in Zürich studiert, bei Heiner Reitz, danach bei Hans Schneeberger in Basel. Konzert- und Orchestererfahrung hat er sich bei der Schweizer Gastspieloper, beim IGNM-Ensemble und bei der „basel sinfonietta“ eingeholt. Als Mitbegründer des „ensemble für neue musik zürich“ konzertiert er weltweit. Er unterrichtet seit bald 30 Jahren in Zürich.

Auch der Cellist Nicola Romanò (geb. 1974 in Luzern) spielt im gleichen Zürcher Ensemble, das sich für Neue Musik einsetzt; dort haben sich die drei Musiker wohl kennengelernt. Sein Studium hat er bei Peter Leisegang in Luzern und bei Thomas Grossenbacher in Zürich absolviert. Neben der Neuen Musik engagiert er sich auch für Alternativen, für die Neu-Ausrichtung der Volksmusik bei „Klangcombi“, der Appenzeller Avantgarde mit Noldi Alder, aber auch bei Pierre Favres Grand Ensemble.

Jakob Knaus