Vorverkauf in Rapperswil:

Mächler Brillen und
Contactlinsen AG
Rathausstrasse 3-5, Rapperswil, 055 220 72 92

oder Philipp Bachofner
044 780 11 35

«Musik im Schloss»

Sonntag, 10. April 2016, 17 Uhr, »öffnen« 8,

*ALTEFABRIK, Klaus-Gebert-Strasse 5, 8640 Rapperswil

DuoCalva
Zwei für Eins – ein Streichkonzert für zwei Celli

Trailer zu DuoCalva

Tickets zu Fr. 40.-: links ins Kästchen klicken oder bei den darunter stehenden Vorverkaufsstellen.
Abendkasse 16:15 Uhr, Türöffnung eine halbe Stunde vor Konzertbeginn.

Wenn zwei Cellisten gleichzeitig auftreten, muss man sich auf alles Mögliche gefasst machen, denn zum „reinen“ Musizieren haben sie sich kaum zusammengetan; was ist schon für „zwei Celli a cappella” komponiert worden? Umso mehr muss man auf der Hut sein!

Denn als die zwei vom DUOCALVA – wo schon der Name Kopfzerbrechen verursacht – auf ihrer früheren Homepage dem Cello mit einer grossen Stahlschere zu Leibe rückten, um „mit diebischem Vergnügen die Bonbons aus dem Bauchladen der Klassik“ hervorzuziehen, wird arrangiertes oder verfremdetes Kulturgut zum Vorschein gekommen sein, das man keinesfalls als „Raubkopie“ bezeichnen kann, denn in der „Verarbeitung“ und in der Kombinationsleistung beim Zitieren liegt der Mehrwert. Die präzise Kenntnis der Musikgeschichte und der Musikszene ist Vorbedingung beim Produzieren – je mehr davon aber auch beim Publikum vorhanden ist, umso grösser der Spass!
Daniel Schaerer und Alain Schudel haben schon als Kinder musiziert, aber nicht nur im behüteten Bereich der Klassik. Kennen gelernt haben sie sich 1996 im Schweizer Jugendsinfonieorchester, und gleich auch kam es zum ersten Auftritt zu zweit. Das Musikstudium in der Schweiz, respektive München und USA und die Aneignung von Orchester­erfahrung im Opernhaus Zürich, respektive in der Bayerischen Staatsoper in München, hinderten die beiden nicht daran, ihre Cello-Comedy zu perfektionieren und auszubauen. Dabei muss man berücksichtigen, dass Alain Schudel schon als 9-Jähriger mit dem Cello auf der Bühne stand und damit als „positiv vorbelastet“ zu betrachten ist. Ab 2007 ­haben sie sich dramaturgisch durch Charles Lewinsky beraten lassen und den ­Regisseur Dominique Müller beigezogen, um für ihre Ideen eine ­adäquate szenische Form zu finden. Die Programme sind seit Beginn für die Kleinbühnen der Welt eingerichtet, die allererste stand im ­zürcherischen Hagenbuch.

Im neuen Programm von DUOCALVA wird abgerechnet! Weil die beiden Cellisten Alain Schudel und Daniel Schaerer trotz aller Anstrengungen keine Subventionen bekommen, stehen sie kurz vor dem finan­ziellen Ruin. Zu jedem musikalischen Opfer bereit, komponieren sie Beethoven's Neunte marktgerecht um, verkaufen einzelne Töne an die Schweizerische Notenbank und tragen Tristan und Isolde gar ­eigenhändig zu Grabe. Mit grosser musikalischer Virtuosität und einer saftigen Portion Humor kämpfen die beiden Streicher ums nackte Überleben.

Und nun soll doch noch das Geheimnis hinter dem Namen DUOCALVA gelüftet werden: Das ist die lateinische Zeichen-Sparversion aus „Duo Schaerer + Schudel“ = DUOCALVA (calva = lat. Schädel).

Jakob Knaus

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