2. Matinee
Sonntag, 18. Juni 2017, 11 Uhr

«Souvenir d’Italie»

Maurice Steger, Blockflöte
Daniele Caminiti, Theorbe
Sebastian Wienand, Cembalo

Musik von Giovanni Battista Sammartini,
Andrea Falconieri, Nicolò Fiorenza,
Johann Adolph Hasse u. a.

 

Maurice Steger (*1971 in Winterthur geboren) gelang es, sich mit seiner weltweiten Konzerttätigkeit sowie zahlreichen CD-Einspielungen (Flötenquartette von Telemann und die neapolitanischen Concerti sowie Vivaldis Blockflötenkonzerte u. a.) als einer der beliebtesten Solisten auf dem Gebiet der Alten Musik zu etablieren. Dank seiner lebendigen Art und seiner persönlich ebenso spontanen wie technisch brillanten Spielweise hat Maurice Steger die Blockflöte als Instrument aufgewertet und völlig neu positioniert. Mehrere Einspielungen, darunter auch das Album «Venezia 1625» und «Una Follia di Napoli», wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet. 2010 hat Maurice Steger Corellis Sammlung Opus 5 in englischen Bearbeitungen unter dem Titel «Mr Corelli in London» publiziert. Seine neuste Einspielung «Souvenirs d’Italie» präsentiert Werke aus dem Umfeld der Italienreisen des österreichischen Grafen Harrach. Mit dem Repertoireschwerpunkt auf Barockmusik ist er ein gefragter Solist bei den tonangebenden historischen Originalklang-Ensembles. Eine rege Konzerttätigkeit führt ihn aber auch regelmäßig mit modernen Orchestern und renommierten Künstlern zusammen.

Sebastian Wienand (*1984) lebt in Basel und konzertiert auf meist historischen Tasteninstrumenten weltweit als Solist, Kammermusikpartner sowie Continuo-Cembalist mit Gruppen und Musikern wie dem Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik Berlin, Les musiciens du Louvre, Millenium Orchestra, Maurice Steger und anderen. Noch Jahre vor seinem Cembalo-, Fortepiano- und Generalbassstudium an der Schola Cantorum in Basel gründete er das Ensemble l’Ornamento. Als musikalischer Assistent des belgischen Dirigenten René Jacobs hat er bei dessen weltweit gefeierten Opernproduktionen mitgewirkt. Darüber hinaus musiziert er regelmäßig unter Dirigenten wie Pablo Heras-Casado und Leonardo García Alarcón.
An den Schwetzinger Festspielen 2016 hat er an einem Abend mit dem Ensemble La Cetra Basel alle sechs Brandenburgischen Konzerte aufgeführt.

Daniele Caminiti (*1978 in Messina) spielt verschiedene Instrumente: Erzlaute, Theorbe, Renaissance-Laute, Barockgitarre, romantische Gitarre. Er lebt heute in Basel. Gitarrenunterricht erhielt er seit früher Kindheit; sein dreijähriges Studium der klassischen Gitarre absolvierte er in der Konzertklasse von Oscar Ghiglia und beschloss es mit Diplom und Auszeichnung; dann folgte das Studium historischer Zupfinstrumente an der Schola Cantorum Basiliensis bei Peter Croton. Seine rege Konzerttätigkeit brachte ihn in Kontakt mit verschiedenen Ensembles: Venice Baroque Orchestra, Brixia Musicalis, La Cetra, Accademia Bizantina, Kammerorchester Basel, Freitagsakademie, Capriccio Basel, Bach Consort Wien, Zürcher Barockorchester, Holland Baroque Society, Il Gusto Barocco – und prominenten Künstlern. Aber auch in Opernproduktionen in Basel, Zürich, Luzern, Biel, Wien, Linz und Frankfurt wurde er engagiert sowie für Rundfunk- und CD-Produktionen.

Jakob Knaus