Musikullus

Sonntag, 25. September 2011, 11 Uhr

5 Jahre
Kulturkreisfest- und Gönnerveranstaltung mit dem Flötistenpaar Bachofner/Ostertag,
Viviane Chassot (Akkordeon) und
Oliver Schnyder am Blüthner Flügel

Das Fest der Sinne – OhrenSchmaus und GaumenFreude.

Emil Kronke
Jean-Philippe Rameau
Béla Bartók
Joseph Haydn
Suite im alten Stil für 2 Flöten und Akkordeon
Nouvelles Suites de Pièces de Clavecin
Rumänische Tänze für 2 Flöten und Akkordeon
Rondo „All’Ongarese“ aus dem Klaviertrio Nr. 39
Festdiner von Max Brunschweiler
Restaurant Freihof, Richterswil
Felchenterrine garniert - Kalbsbraten - Kartoffeln - Gemüse -
Vacherin Glacé

Joseph Haydn
Alberto Ginastera
George Gershwin
Franz Doppler

Klaviersonate C-Dur Hob XVI:50
Suite de Danzas Criollas
3 Préludes
Andante und Rondo für 2 Flöten und Klavier

An die Gönnerinnen und Gönner der Neuguet Veranstaltungen

Es gibt seit achtzehn Jahren kein Heu mehr auf der Heubühne, sondern Konzerte. Und seit einigen Jahren wird auch dazu gegessen und getrunken. Dass der Bedarf an Heu zurückgegangen ist, kann als eine direkte Folge der Urbanisierung in unserem Land betrachtet werden. Dafür ist die Nachfrage nach Musik und Kultur gestiegen und deshalb veranstaltet das Flötistenpaar Brita Ostertag und Philipp Bachofner auf der Heubühne Konzerte und verbindet sie oft mit einem kulinarischen Zusatz-Angebot.

Alle fünf Jahre gilt die besondere Aufmerksamkeit den Kulturkreis-Beteiligten sowie den zahlreichen Gönnerinnen und Gönnern, welche diese Konzertreihe mit ihren Beiträgen überhaupt erst ermöglichen. Mit einem speziell zusammengestellten Programm, was sowohl die musikalische wie die kulinarische Seite betrifft, sei Ihnen allen gedankt. Brita Ostertag und Philipp Bachofner sind mit ihren beiden Flöten dabei, Vivane Chassot traktiert das Akkordeon und Oliver Schnyder bespielt den Blüthner-Flügel – die Zusammensetzung ist nicht gerade alltäglich, erlaubt aber ein unkonventionelles Programm mit Alt und Neu; der zeitliche Fächer umspannt Rameaus und Haydns 18. Jahrhundert bis ins 20. mit Bartók, Ginastera und Gershwin, umrahmt von Emil Kronke und Franz Doppler.

Das Akkordeon kommt in dieser Saison der Neuguet-Konzerte mehrmals zum Zug. Damit wird dokumentiert, dass es aus dem Dunstkreis der Haus- und Volksmusik herausgeholt worden ist und heute auch in den andern Musiksparten anerkannt wird. Wenn damit ein Stück aus Rameaus „Nouvelles Suites de Pièces de Clavecin“ gespielt wird, ist die Überraschung perfekt: Es tönt durchaus so, als müsste es so sein! Die „Suite im alten Stil“ von Emil Kronke für 2 Flöten und Akkordeon und die „Rumänischen Tänze“ von Béla Bartók, für die gleiche Besetzung arrangiert, verstärken diesen Eindruck – bei Bartók und mit Haydns Rondo „All’Ongarese“ aus dem Klaviertrio Nr. 39 hat sich ja der Kreis zur Volksmusik wieder geschlossen.

Emil Kronke – noch nie gehört? Das war ein Danziger Komponist und Zeitgenosse von Richard Strauss, der in Dresden unterrichtete und neben anderem manche Werke für Flöte geschrieben hat. Auch Franz Doppler (in Lemberg geboren) hat dies getan, ganz einfach weil sein Bruder Karl Flötist war und auf seinen Tourneen durch Europa immer neues „Material“ brauchte. Sein „Andante und Rondo für zwei Flöten” wird vom Klavier begleitet. Da kommt Oliver Schnyder als einfühlsamer Begleiter zum Zug, der schon Haydns Klaviersonate C-Dur gespielt hat. Er wird auch die Suite „Danzas de Criollas” des Argentiniers Alberto Ginastera und einige der Preludes von George Gershwin zum Besten geben. Da kann man von einem Programm über Zeit und Raum hinweg sprechen: Argentinien, Amerika, Frankreich, Deutschland, Österreich, Ungarn – das ist wirklich international, lässt sich aber im kulinarischen Teil nicht einfach kombinieren.

Das Menü steht noch nicht fest, aber Max Brunschweiler, Koch im „Freihof“ Richterswil, Konditor und Bäcker Albert Baggenstoss und Käse- und Weinspezialist Hans Preisig werden gewiss zu den Konzertteilen passende Gerichte und Zutaten kreieren.

Brita Ostertag und Philipp Bachofner hoffen, mit diesem Programmkonzept noch viele Jahre die Heubühne bespielen zu können. Sie verzichten dabei auf ihr Interpretenhonorar, um die Kosten auf einem annehmbaren Niveau halten zu können. Besuchen Sie dieses abwechslungsreiche Konzert auf der Heubühne und helfen Sie weiterhin mit, diese Konzertreihe am Leben zu erhalten.