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Rapperswil-Jona Musik im Schloss eröffnete seine neunte Saison Kammermusik erfüllte SchlossWunderschöne Kammermusik erklang am Sonntag im Rittersaal des Schlosses. Es war der erfolgreiche Einstieg in eine Serie von Konzerten.Hansjakob BeckerAnspruchsvolles für Musiker und Zuhörende stand auf dem Programm von The Swiss Trio mit Marina Yakovleva, Violine, Claudius Herrmann, Violoncello, und Oliver Schnyder, Klavier. Erst seit zwei Jahren treten sie als Trio an die Öffentlichkeit. Alle drei haben eine erfolgreiche Ausbildung hinter sich und betreiben internationale Konzerttätigkeit. Die Erfahrungen bringen sie in das Ensemble ein. Dies zeigte sich schon zu Beginn beim Trio D-Dur von Erich Wolfgang Korngold (1897–1957). Das hervorragende Zusammenspiel, die Präzision, Rhythmik, Dynamik und Intonation faszinierte von Anfang bis Ende. Die Musik Korngolds ist von Eigenwilligkeit geprägt, die der damals 13-jährige Komponist ganz in seine Zeit hinein stellte. Es war ein schüchterner Anfang der Moderne, geprägt noch von der vergehenden Romantik und dem Anfang der Moderne seiner Zeitgenossen Schönberg, Hindemith und Webern. In Einheit, stupendem gegenseitigem Verstehen und mit grosser Gestaltungskraft liessen die Künstler dem Werk eine imponierende Interpretation angedeihen. Die einzelnen Sätze sind geprägt von unterschiedlichsten, kraftvollen, zarten, klangreichen Szenen. Es scheint, dass der Komponist unbewusst seine erfolgreiche Filmmusik, die er später schrieb, vorausgenommen hat. Unschwer konnte man sich filmische Darstellungen zu dieser toll gespielten Musik vorstellen. Schuberts grosses TrioFast hundert Jahre vor Korngold schrieb Franz Schubert sein Trio Es-Dur op. 100. Ein monumentales, auch zeitlich ausgedehntes Werk, das alle Facetten dieser Kammermusik in sich vereinigt. The Swiss Trio spielte mit Leidenschaft, Intensität, Innigkeit und handwerklicher Perfektion, so dass die Zuhörenden mit Spannung, Ergriffenheit und Begeisterung die Musik miterlebten. Dazu kam, dass der Klangausgleich der drei Instrumente hervorragend stimmte. Die beiden Streichinstrumente fanden sich in weichem, sonorem und einheitlichem Klang. Alle drei fühlten sich tief in diese Musik ein und übertrugen die verschiedenen Stimmungen auf ihre Instrumente. Es war eine bewegende Weitergabe eines Geschenkes, das Schubert der Welt hinterliess. Den begeisterten Applaus und die Blumengeschenke verdankten Marina Yakovleva, Claudius Herrmann und Oliver Schnyder mit dem rasant und eigenwillig interpretierten Rondo all’Ongarese aus dem Trio G-Dur von Joseph Haydn. Hansjakob Becker © Dienstag, 3. November 2009 ZSZ Obersee |